Warum Tiger?

ViewPlus Technologies wurde auf der Basis gegürndet, dass Informationen für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein sollen. Seit über 18 Jahren verfolgt ViewPlus dieses Ziel, um Menschen den Alltag durch Informationen zu erleichtern, die mit innovativen Produkten zugänglich werden. Innovationen, wie das gleichzeitige Drucken von Braille und Schwarzschrift, sprechende taktile Grafiken, kompletter Zugang zur Mathematik und Software zur Erstellung text- und grafikbasierter Inhalte zählen dazu. Tiger ist ein Verfahren, das durch dynamische Punktabstände und -Stärken dafür sorgt, dass taktile Grafiken auf Papier druckbar werden, im Übrigen steht Tiger für "Tactile Image Graphics".

Überblick

Die Drucker von ViewPlus haben viele Gemeinsamkeiten, sind jedoch zugleich in Preis und Leistung unterschiedlich. Allen gemein ist eine in ihrer Klasse unerreichte Druckqualität bei der Erstellung taktiler Grafiken. Das ist der Grund, warum in vielen wissenschaftlichen Bereichen Brailledrucker von ViewPlus die Inklusion fördern und für blinde Studierende die Arbeitsweise mit grafischen Vorlagen erheblich erleichtern. Kein anderer Hersteller ist derzeit im Stande, auch nur annähernd diese Qualität auf Basis des patentierten Nadeldrucks zu erreichen. Darüber hinaus bieten einige Modelle die Kombination mit einem Tintendruckwerk an, das macht die Inklusion perfekt. Damit können Sie in einem Arbeitsgang Drucke in Punkt- und simultaner Schwarzschrift erstellen und sogar Braille und Großdruck kombinieren.

Software für Braille und Grafik

Allen Druckern liegt die Tiger Software Suite bei, welche in einem Arbeitsgang Texte in Blindenkurzschrift umwandelt und Ihnen mit dem Tiger Designer ein mächtiges Werkzeug zur Vereinfachung von Grafiken mit an die Hand gibt. Die Tiger Box ergänzt optional alle Brailledrucker um Wi-Fi und die Fähigkeit, Dokumente direkt von Geräten mit iOS, MacOS und Android entgegen zu nehmen. Sie wird mit dem USB-Anschluss des Brailledruckers Verbunden und stellt wahlweise ein eigenes Ad-Hoc-Wi-Fi bereit oder integriert sich in das bestehende Netzwerk. Auch kann sie Dokumente direkt in Blindenkurzschrift übersetzen und ist daher eine sehr anwenderfreundliche Ergänzung für alle, die Texte schnell in Braille ohne Zusatzsoftware ausdrucken wollen. Auch macht sie den EmBraille, der als einziger Drucker über keinen direkten Ethernet-Port verfügt, netzwerkfähig.

Die Modelle

Zum Druck kommen zwei unterschiedliche Verfahren zum Einsatz, die sich je nachdem etwas besser für den schnellen Brailledruck oder den professionellen Grafikdruck eignen. Der kompakte EmBraille ist lüfterlos und druckt einseitig wahlweise auf Einzelblättern oder Endlospapier. Mit bis zu 25 Zeichen pro Sekunde druckt er mit halbkugelförmigen Punkten gut lesbare Brailleschrift, kann dennoch bei Bedarf Grafiken mit einer Auflösung von 17dpi und sieben Punktstärken erstellen. Der optionale Transportkoffer macht den EmBraille sogar portabel. Die Modelle der Mittelklasse Columbia und Delta setzen auf ein doppelseitiges Druckwerg mit 13 Nadeln. Damit erreichen sie eine Druckgeschwindigkeit von über 100 Zeichen pro Sekunde. Alle drei Modelle setzen die Punkte ohne feste Definition auf das Papier, so dass auch andere Brailleschriftgrößen problemlos druckbar sind. Der Columbia und Delta arbeiten mit einer internen Druckauflösung von 100dpi, so dass präzise Grafiken erstellt werden können. Beide Modelle unterscheiden sich lediglich im Papiereinzug. Der Columbia verfügt über einen Traktor für Endlospapier, der Delta über einen aufgesetzten Einzelblatteinzug und benötigt dadurch mehr Platz nach oben.

Der Max druckt wie die übrigen Modelle mit dem bewährten Tiger-System und markiert die Oberklasse, druckt einseitig bis zu 60 Zeichen pro Sekunde und bietet eine Grafikauflösung von 20dpi. Das präzise, pyramidische Drucksystem kann sehr feine Linien erzeugen und hat sich über Jahre in wissenschaftlichen Einrichtungen bestens bewährt. Ein breiter Papiereinzug auch für Einzelblätter und der manuelle Doppelseitenmodus runden die Ausstattung ab.

Der SpotDot stellt eine neue Dimension im Brailledruck dar, denn er verfügt zusätzlich über ein integriertes Tintendruckwerk. Die Druckqualität ist mit dem Max vergleichbar und arbeitet somit nach demselben Prinzip. Der integrierte Tintenstrahldrucker von HP kann zusätzlich Farbdrucke mit 300dpi aufbringen, so dass in einem Arbeitsgang von etwa eineinhalb Minuten ein inklusives Dokument entsteht. Er verarbeitet Einzelblätter, auch Folien und Normalpapier und kann auch mal aushelfen, falls der Bürodrucker streikt. Seine relativ kompakten Abmessungen lassen ihn außerdem noch auf dem Schreibtisch Platz finden und so ist er ein universeller Brailledrucker der Oberklasse.

Die Spitzenklasse im Brailledruck markieren die Modelle Premier und Elite. Sie sind für den vollprofessionellen Anwendungsbereich konzipiert und bestehen aus hochwertigen Materialien, auch ist eine schnelle Reparatur durch den gezielten Austausch von Komponenten möglich. Sie drucken doppelseitig auf Endlospapier und lassen sich durch das optionale InkConnect um ein monochromes Tintendruckwerk erweitern. Beide drucken ebenfalls mit einer Grafikauflösung von 20dpi, der Premier mit bis zu 100 und der Elite mit sogar bis zu 200 Zeichen pro Sekunde. Das ist besonders für Anwender mit hohem Druckvolumen interessant, die zudem auch Grafiken schnell ausdrucken wollen.

Interaktive Grafiken

Eine inklusive und sinnvolle Ergänzung ist Iveo. Dieses Touchpad in Verbindung mit Tiger Designer und dem Iveo 3 Learning System kann taktile Grafiken um akustische Informationen ergänzen. So lassen sich bestimmte Bereiche mit Sprachinformationen und sogar Audiodateien hinterlegen. Das ist sowohl für Grafiken interessant, bei denen komplexe Braillebeschriftung stören könnte, als auch für Menschen mit kognitiven und motorischen Einschränkungen. Wie wäre es beispielsweise, Tierbilder in Braille und farbig auszudrucken und ihnen mit Iveo die passenden Stimmen zu verleihen? Durch ein Codesystem lassen sich auch vom Anwender schnell die Zuordnungen zu den Vorlagen in der Software laden.